Myles Kennedy 'weigert sich absolut', KI als Werkzeug beim Songwriting einzusetzen

Myles Kennedy will künstliche Intelligenz nicht zum Schreiben seiner Songs verwenden.

15.09.2026 2 Min Lesezeit 437 Aufrufe

Myles Kennedy will künstliche Intelligenz nicht zum Schreiben seiner Songs verwenden.

Der Alter-Bridge-Frontmann empfindet den kreativen Prozess als einen der erfüllendsten Teile seiner Arbeit und sieht keinen Grund, sich diese Erfahrung von KI wegnehmen zu lassen.

In der SiriusXM-Sendung 'Trunk Nation With Eddie Trunk' machte Kennedy seine Haltung deutlich. "Ich werde mich absolut weigern, sie als Werkzeug zum Schreiben zu benutzen", sagte er. Besonders kritisch sieht der Musiker, dass KI auf bereits vorhandene Inhalte zurückgreift. Die Vorstellung, sie dadurch gewissermaßen zum Co-Autor zu machen, behage ihm nicht.

Kennedy, der sowohl für Alter Bridge als auch gemeinsam mit Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash Songs geschrieben hat, verbringt nach eigenen Angaben derzeit wieder viel Zeit mit neuer Musik. Seit rund zehn Wochen schreibe er intensiv und genieße gerade die Suche nach der richtigen Idee. Für ihn gleiche Songwriting einer "großartigen Schnitzeljagd". Man versuche, Probleme zu lösen, einzelne Teile zusammenzufügen und so lange daran zu arbeiten, bis plötzlich alles passe. "Wenn man es dann findet, ist es, als hätte man Gold gefunden", erklärte er. Mit kaum etwas anderem lasse sich die Befriedigung vergleichen, die dieser Moment auslöse.

Genau deshalb möchte Kennedy den Prozess nicht abkürzen. "Warum sollte ich mich selbst darum betrügen, indem ich KI benutze, um direkt zu einem Song zu gelangen, der an einem Nachmittag erschaffen wurde?", fragte er. Er sei in dieser Hinsicht wohl einfach "von der alten Schule".

Anderen Musikern will Kennedy den Einsatz der Technologie allerdings nicht vorschreiben. Wenn KI jemandem beim Schreiben helfe und dadurch die Produktivität steigere, könne er das akzeptieren. Für ihn persönlich komme dieser Weg jedoch nicht infrage. Songwriting sei seit mehr als 30 Jahren ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Obwohl er vor allem als Sänger bekannt sei, sehe er sich selbst in erster Linie als Songwriter. Die Fähigkeit, immer wieder neue Stücke zu entwickeln, habe ihm bei all seinen musikalischen Projekten geholfen.

Allerdings räumte Kennedy ein, dass seine Arbeitsweise durchaus obsessive Züge annehmen könne. Sobald er sich in einer kreativen Phase befinde, könne er nur schwer abschalten. "Wenn ich dieses Portal einmal öffne, komme ich für eine lange Zeit nicht mehr heraus", sagte er. Das wirke sich teilweise sogar auf seinen Schlaf aus, weil er ständig auf die nächste Idee warte. Besonders häufig kämen ihm Einfälle in jenem Zustand zwischen Schlafen und Wachsein. Gesund sei diese Besessenheit vermutlich nicht immer, gab Kennedy zu. Ohne das Songwriting wäre er jedoch "verloren".

Quelle: Bang Showbiz
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Nicolas Berg

Redakteur für internationale Popkultur & Lifestyle

Analysiert für promi-deluxe.de die Entwicklungen in der amerikanischen und britischen Unterhaltungsindustrie. Durch seinen journalistischen Fokus auf internationale Popkultur, Hollywood-News und globale Award-Shows kuratiert und bereitet er die spannendsten Geschichten aus Übersee stilsicher für unsere Leser auf.

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