Britney Spears war bei 'I'm a Slave 4 U' laut Choreograf 'unaufhaltsam'
Britney Spears befand sich 2001 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Britney Spears befand sich 2001 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Davon ist zumindest Choreograf Brian Friedman überzeugt, der damals an ihrem Musikvideo zu 'I'm a Slave 4 U' mitarbeitete. Mehr als zwei Jahrzehnte später erinnert er sich noch immer begeistert an die Zusammenarbeit mit der Sängerin, die zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 19 Jahre alt war.
Der Song erschien auf Spears' drittem Studioalbum 'Britney' und markierte einen wichtigen Wendepunkt in ihrer Karriere. Während sie zuvor vor allem als Teenie-Popstar bekannt gewesen war, präsentierte sie sich nun deutlich erwachsener und selbstbewusster. Auch das Musikvideo spiegelte diesen Wandel wider. Die aufwendige Choreografie, die sinnliche Inszenierung und Spears' Bühnenpräsenz machten 'I'm a Slave 4 U' zu einem ihrer bekanntesten Auftritte. "Britney war 2001 nicht aufzuhalten", sagte Friedman gegenüber 'People'. Sie sei damals "die Beste der Besten" gewesen und habe bereits in erstaunlich jungen Jahren eine außergewöhnliche Stellung in der Musikbranche erreicht.
Friedman entwickelte die Tanzschritte gemeinsam mit Wade Robson. Obwohl Spears die Choreografie nicht selbst entwarf, brachte sie nach Friedmans Erinnerung ihre eigene Persönlichkeit in jede Bewegung ein. Sie habe genau gewusst, wie sie vorgegebene Schritte so ausführen könne, dass sie natürlich und unverwechselbar wirkten. Darin liege eine der wichtigsten Fähigkeiten einer herausragenden Tänzerin. Ein guter Choreograf müsse die Bewegungen von Anfang an auf den jeweiligen Künstler abstimmen, erklärte Friedman. Im Idealfall entstehe beim Publikum der Eindruck, die Schritte würden spontan aus dem Künstler selbst heraus entstehen. Genau das hätten er und Robson bei Britney erreichen wollen. "Wir wollten beide immer, dass alles so aussieht, als würde Britney einfach improvisieren oder frei tanzen", erinnerte er sich.
Auch der kreative Prozess sei damals ungewöhnlich unkompliziert gewesen. Friedman beschrieb die Arbeit an dem Video als schnell, entspannt und von großer Begeisterung geprägt. Die Choreografie habe sich beinahe mühelos entwickelt. Anders als heute habe er damals nicht jeden einzelnen Schritt mehrfach hinterfragt oder bis ins kleinste Detail geplant. Stattdessen hätten die Beteiligten mit einer jugendlichen Unbeschwertheit gearbeitet und darauf vertraut, dass ihre Ideen funktionieren würden. Friedman sprach von einer Art "gesundem Größenwahn", bei dem man überzeugt gewesen sei, etwas Großartiges zu erschaffen. Gerade diese Einstellung habe der Zusammenarbeit ihre besondere Energie verliehen. "Ich glaube, genau deshalb war es so magisch", erklärte der Choreograf rückblickend.
Spears selbst hatte bereits zur Veröffentlichung des Songs erklärt, welche Bedeutung das Tanzen für sie habe. In einem damaligen Interview mit 'MTV' beschrieb sie die Idee hinter 'I'm a Slave 4 U' als Ausdruck ihrer Begeisterung für Musik und Bewegung. Im Mittelpunkt stehe das Gefühl, sich beim Tanzen vollständig von der Musik mitreißen zu lassen. Wer einen Club besuche und einen mitreißenden Song höre, könne manchmal einfach nicht still sitzen bleiben. "Ich bin eine Sklavin der Musik", beschrieb Spears die Botschaft des Songs. Sie selbst verbringe ihre Zeit in Clubs lieber auf der Tanzfläche, als irgendwo zu sitzen und sich zu unterhalten. Genau diese Leidenschaft habe sie mit dem Musikvideo vermitteln wollen. Für Friedman bleibt die Zusammenarbeit bis heute ein besonderer Moment seiner Karriere.
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