Jan Josef Liefers befürchtet Ausschreitungen bei den Protesten
Jan Josef Liefers befürchtet Ausschreitungen bei den Protesten.
Am 31. Oktober wollen junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gehen.
Die Initiative "Gen Z regelt" hat zu Demonstrationen aufgerufen, bei denen es unter anderem um die Zukunftsperspektiven der jungen Generation geht. Doch ob die Proteste tatsächlich friedlich verlaufen werden, daran hat Schauspieler Jan Josef Liefers Zweifel. Im Podcast 'Liefers + Broicher' äußerte der 'Tatort'-Star seine Befürchtungen mit Blick auf mögliche Ausschreitungen.
Gemeinsam mit Autor Alexander Broicher sprach Liefers über die bevorstehenden Demonstrationen und die angespannte Lage in Frankreich. Dort kam es in verschiedenen Städten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Frage, ob sich ähnliche Szenen auch in Deutschland entwickeln könnten, beschäftigt nun offenbar auch die beiden Podcast-Gastgeber. Broicher rechnet damit, dass die Entwicklungen nicht auf Frankreich beschränkt bleiben könnten. "Da kommt was auf uns zu. Das endet nicht an unserer Grenze", erklärte er mit Blick auf mögliche Unruhen. Auch Liefers hält es für denkbar, dass die für Samstag geplanten Kundgebungen von gewaltbereiten Gruppen beeinflusst werden könnten. Der 62-Jährige formulierte seine Einschätzung deutlich: "Es wird bestimmt auch knallen. In welchem Ausmaß und was das für eine Dynamik hat, kann ich nicht sagen." Zugleich betonte er, dass die Situation in Frankreich aus seiner Sicht noch angespannter sei. In Deutschland sei es bislang "noch nicht so krass" wie im Nachbarland.
Trotz ihrer Sorgen stellen Liefers und Broicher die Anliegen der demonstrierenden Jugendlichen nicht grundsätzlich infrage. Vielmehr richten sie den Blick auf die Probleme, die junge Menschen beschäftigen. Dazu zählen aus ihrer Sicht mangelnde Bildungschancen und unsichere Aussichten für die Zukunft. Deutschland stehe bei diesen Themen keineswegs besser da als Frankreich. Liefers übte insbesondere Kritik daran, wie Staat und Bildungssystem mit der jungen Generation umgehen. "Das Einzige, was wir haben, sind unsere Kinder, unsere jungen Leute, und wir kümmern uns um die einfach saumäßig, also was jetzt Staat und Bildung angeht", sagte der Schauspieler im Podcast. Damit macht er deutlich, dass er die Gründe für den Unmut junger Menschen durchaus ernst nimmt. Seine Warnung vor möglichen Gewaltausbrüchen steht neben der Forderung, die Sorgen der Jugendlichen stärker wahrzunehmen. Ob die Demonstrationen am 31. Oktober friedlich bleiben, wird sich zeigen.
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