Taika Waititi betrachtet 'Klara und die Sonne' als seinen 'dramatischsten Film'
Regisseur Taika Waititi betont, dass sein neuer Film 'Klara und die Sonne' weit mehr ist als nur ein "unterhaltsamer Spaß mit Robotern".
Taika Waititi wehrt sich gegen die Vorstellung, dass 'Klara and the Sun' eine lustige Roboter-Komödie sei.
Der 51-Jährige hat den neuen Film inszeniert, in dem Jenna Ortega als Roboter Klara versucht, sich an das menschliche Leben anzupassen, nachdem sie zur Gefährtin von Josie (Mia Tharia) geworden ist. Waititi bezeichnete das Projekt als das "dramatischste", an dem er jemals gearbeitet habe. Im Gespräch mit dem Magazin 'SFX' erklärte der Regisseur, dass sich der Film deutlich von seinen bisherigen Arbeiten unterscheide.
Bei den meisten seiner Filme sei die Vermarktung die größte Herausforderung, da das Publikum aufgrund des Trailers einen falschen Eindruck gewinnen könnte. "Die Leute werden sich den Trailer ansehen und denken: 'Das ist ein unterhaltsamer Spaß mit Robotern.' Aber das ist es nicht, versteht ihr?", betonte Waititi. "Es ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Menschsein. Ich mag es, mich immer wieder neu auszuprobieren." Der Regisseur genieße es, neue Wege einzuschlagen und sich nun verstärkt der dramatischen Seite seiner Arbeit zu widmen.
Bei der Arbeit mit Jenna Ortega habe sich Waititi zunächst überfordert gefühlt. Umso mehr habe er es geschätzt, dass der 'Wednesday'-Star seine Herangehensweise an den Film immer wieder hinterfragt habe. "Alle Schauspieler, die ich für diesen Film besetzt habe, haben mir wirklich den Rücken freigehalten. Jenna ganz besonders, weil sie den Film praktisch getragen hat. Sie hat mir in vielerlei Hinsicht den Hintern gerettet", zeigte er sich dankbar. Er sei grundsätzlich froh, wenn Darsteller nicht einfach alles abnickten, was er vorschlage, sondern eigene Ideen und Einwände einbrächten.
'Klara and the Sun' basiert auf dem gleichnamigen Roman des japanisch-britischen Schriftstellers Kazuo Ishiguro. Waititi, der das Drehbuch gemeinsam mit Dahvi Waller verfasst hat, freute sich über die Unterstützung des Autors. "Er war sehr offen und meinte: 'Ich habe meinen Teil getan. Jetzt überlasse ich es dir, etwas daraus zu machen, wie du möchtest. Solange du es nicht vermasselst und dich einigermaßen an die Vorlage hältst, gehört es dir'", erzählte der Filmemacher. Gedreht wurde der Streifen in Waititis Heimat Neuseeland.
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