Lily Allen macht sich an Halloween über schwache Ticketverkäufe lustig

Lily Allen macht sich an Halloween über schwache Ticketverkäufe lustig.

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Lily Allen nimmt die mäßige Nachfrage nach ihrer Tournee inzwischen mit Humor.

An Halloween griff die 41-jährige Sängerin die Kritik an den Ticketverkäufen auf besonders selbstironische Weise auf: Sie verkleidete sich als Ansammlung leerer Konzertplätze. Mit ihrem Kostüm spielte sie auf die zahlreichen noch verfügbaren Sitzplätze bei ihren geplanten Auftritten in Nordamerika an. Auf Instagram präsentierte Allen ihren ungewöhnlichen Look. Sie trug eine weiße Steppjacke und einen dazu passenden Body, die mit zahlreichen blauen Punkten übersät waren. Dazu kombinierte sie ein schwarzes Oberteil mit der Aufschrift "Stage". Auch ein Thermometer gehörte zu ihrer Verkleidung. Damit spielte sie auf den im Netz kursierenden Ausdruck "Blue Dot Fever" an. Er beschreibt Konzertveranstaltungen, bei denen auf den interaktiven Sitzplänen von Ticketmaster auffällig viele Plätze noch nicht verkauft sind. Zu den Bildern schrieb Allen: "Ich werde die Vorwürfe wohl nie los." Dazu setzte sie den Hashtag #bluedotfever.

Der Scherz hat einen ernsten Hintergrund. Für den nordamerikanischen Teil ihrer 'West End Girl'-Tour musste Allen in diesem Jahr mehrere ursprünglich geplante Veranstaltungsorte gegen kleinere Hallen austauschen. Besonders deutlich wurde das in Chicago: Statt im United Center mit Platz für rund 23.500 Menschen trat sie im Chicago Theatre auf, das etwa 3.500 Besucher fasst. Auch das Konzert in San Francisco wurde vom Chase Center ins deutlich kleinere Paramount Theatre nach Oakland verlegt. Ein geplanter Auftritt in Montreal fiel sogar komplett aus. Die Sängerin sprach später offen über die Gründe. Die ursprünglich ausgewählten Hallen seien schlicht zu groß gewesen. "Die Ticketverkäufe waren nicht da", räumte sie ein. Die Größenordnung sei vor allem auf Einschätzungen der Veranstalter zurückgegangen. Sie selbst habe durchaus Zweifel gehabt: "Ich habe meinen Manager gefragt: Bist du sicher? Das scheint mir ziemlich ambitioniert." Doch man habe sich auf die Prognosen verlassen.

Eine vollständige Absage der Konzerte sei für Allen ebenfalls keine gute Lösung gewesen. Rund 50 Crewmitglieder seien auf die Arbeit während der Tour angewiesen gewesen. Deshalb habe sie sich für kleinere Spielstätten entschieden. Auch die Ticketvergabe insgesamt sieht Allen kritisch. Sie habe Nachrichten von Fans erhalten, die angeblich ausverkaufte Konzerte am Veranstaltungstag noch für umgerechnet rund 19 Euro besuchen konnten. Wie es dazu komme, sei ihr unklar. "Die Live-Musikbranche ist ein Minenfeld, und ich weiß nicht, wie das alles funktioniert", sagte sie. Die Künstler selbst würden offenbar nicht über alle Vorgänge informiert.

Stolz ist Allen dennoch auf ihre Bühnenshow. Bei den Konzerten präsentiert sie ihr 2025 erschienenes Album 'West End Girl' vollständig. Auf klassische Publikumsinteraktion verzichtet sie bewusst. "Es ist meine künstlerische Entscheidung, nicht mit dem Publikum zu sprechen. Die vierte Wand hilft dabei, die Geschichte zu erzählen", erklärte sie. Das Album verarbeitet unter anderem das Ende ihrer Ehe mit 'Stranger Things'-Star David Harbour und die schwierigen Gefühle rund um die Trennung.

Quelle: Bang Showbiz
Redaktionelle Verantwortung
Nicolas Berg

Redakteur für internationale Popkultur & Lifestyle

Analysiert für promi-deluxe.de die Entwicklungen in der amerikanischen und britischen Unterhaltungsindustrie. Durch seinen journalistischen Fokus auf internationale Popkultur, Hollywood-News und globale Award-Shows kuratiert und bereitet er die spannendsten Geschichten aus Übersee stilsicher für unsere Leser auf.

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