Turnstile lehnten Tour-Angebot von Metallica ab
Turnstile lehnten Tour-Angebot von Metallica ab.
Eine gemeinsame Konzertreise mit Metallica wäre für viele Bands wohl ein Traum.
Die Hardcore-Punk-Gruppe Turnstile hatte tatsächlich die Gelegenheit dazu, sagte jedoch ab. Das verriet Metallica-Frontmann James Hetfield jetzt in seiner Radiosendung. Obwohl er die Entscheidung bedauert, findet er für die Musiker ausschließlich lobende Worte. Metallica sind offenbar große Fans von Turnstile. Deshalb wollten sie die Band als Vorgruppe für ihre laufende 'M72'-Tour gewinnen. Doch daraus wurde nichts. Im Gespräch für seine SiriusXM-Sendung 'Riff Life' erklärte Hetfield (63): "Wir haben sie schon live gesehen und wollten sie unbedingt mit auf Tour nehmen. Aber sie haben Nein gesagt. Sie kommen auch alleine schon ziemlich gut zurecht."
Von der Absage lässt sich der Sänger allerdings nicht die Begeisterung für die Kollegen nehmen. Besonders die Auftritte der Gruppe hätten es ihm angetan. "Was für eine unglaubliche Energie sie mitbringen! Es macht einfach riesigen Spaß, ihnen zuzusehen. Wenn ihr die Gelegenheit habt, solltet ihr unbedingt zu einem ihrer Konzerte gehen", empfahl er. Turnstile sei eine jener Bands, deren Musik live noch einmal eine ganz andere Wirkung entfalte. Auf den Aufnahmen klinge die Gruppe bereits hervorragend, doch erst auf der Bühne werde deutlich, was sie wirklich ausmache. Auch persönlich habe man sich schon einige Male getroffen. Die Musiker seien ausgesprochen sympathisch und unterhaltsam, schwärmte Hetfield. Besonders erwähnte er zudem, dass inzwischen auch eine Frau zur Band gehöre. Turnstile besteht aus Sänger Brendan Yates, Bassist Franz Lyons, Schlagzeuger Daniel Fang sowie den Gitarristen Pat McCrory und Meg Mills.
Während Turnstile ihren eigenen Weg gehen, steht Metallica vor einem außergewöhnlichen Konzertprojekt. Die Band um Hetfield, Schlagzeuger Lars Ulrich (62), Gitarrist Kirk Hammett und Bassist Robert Trujillo hat im vergangenen Monat ihre Konzertresidenz 'Life Burns Faster' in der Sphere in Las Vegas begonnen. Die Auftrittsreihe soll noch bis Anfang 2027 andauern. Damit knüpfen die Musiker an ihre erfolgreiche 'M72'-Welttournee an, die in den vergangenen zwei Jahren mehr als vier Millionen Menschen in Europa, Nordamerika, der Pazifikregion und dem Nahen Osten erreicht hat. In der Sphere wollen Metallica Songs aus ihrer gesamten Karriere präsentieren und dabei die außergewöhnliche Technik der Veranstaltungsstätte nutzen. Eine riesige LED-Leinwand, ein aufwendiges Soundsystem und sogenannte 4D-Effekte sollen das Konzerterlebnis auf eine neue Ebene heben.
Für Lars Ulrich ist das allerdings nicht nur aufregend, sondern auch eine Herausforderung. Im Juli sprach er darüber in der SiriusXM-Sendung 'Close to the Edge' von U2-Gitarrist The Edge (65). "Das ist etwas völlig anderes. Eine ganz neue Dimension. Die Möglichkeit, hier aufzutreten, ist unglaublich aufregend", erklärte er. Gleichzeitig mache ihm das Vorhaben durchaus Respekt. "Es wird eine Herausforderung. Wie wahrscheinlich jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, finde ich das Ganze überwältigend und verdammt einschüchternd", gestand der Schlagzeuger. Die Band verlasse damit bewusst ihre gewohnte Umgebung. Ulrich hofft, dass beim ersten Auftritt trotzdem alles zusammenpasst. Gerade solche Situationen seien wichtig, weil Metallica sich normalerweise in einem Umfeld bewegten, das sie bestens kennen und kontrollieren könnten. Als Inspiration dienten ihm auch die Auftritte von U2 in der Sphere. Er sei bereits bei der Premiere dabei gewesen und schlicht überwältigt gewesen. "Ich war völlig sprachlos, inspiriert und voller Energie. Ich dachte nur: Unglaublich, hier wird tatsächlich eine völlig neue Grenze überschritten", erinnerte er sich.
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