KISS beendeten ihre Bühnenkarriere aus 'Respekt' vor den Fans

Gene Simmons erklärt, dass sich KISS würdevoll von der Bühne verabschieden wollten.

vor 2 Stunden 2 Min Lesezeit 653 Aufrufe

KISS haben ihre Tournee aus "Respekt" vor ihren Fans beendet.

Die 'Crazy Crazy Nights'-Rocker verabschiedeten sich nach dem Ende ihrer dreijährigen Abschiedstournee im Jahr 2022 vom Tourleben. Gene Simmons betonte nun, wie wichtig es gewesen sei, sich mit Würde von der Bühne zu verabschieden. In der Sendung 'The Hill' von NewsNation erklärte der Bassist: "Man muss wissen, wann es an der Zeit ist, würdevoll und mit Stolz von der Bühne abzutreten. Denn man muss verstehen, dass KISS die einzige Band ihrer Art war und es bis heute ist."

Simmons verwies auf die körperlichen Strapazen der Shows: Er habe Feuer spucken, durch die Luft fliegen und ständig die Zunge herausstrecken müssen. Dazu seien rund 30 Kilo schwere Kostüme, Nieten, Gitarren und 18 Zentimeter hohe Plateaustiefel gekommen – und das alles zwei Stunden lang. "Das ist erschöpfend", räumte der Musiker ein. "Ich bin jetzt 77, und Junge, sehe ich gut aus. Aber man muss wissen, wann es Zeit ist – man muss seine Fans genug respektieren, um zu erkennen, wann man diese Bühne verlassen sollte."

Ein wesentlicher Antrieb der Band sei stets gewesen, dem Publikum etwas für sein Geld zu bieten. Mit Bombast und Spektakel hätten KISS das liefern wollen, was ihnen bei vielen anderen Live-Acts fehlte. Simmons beschrieb die ursprüngliche Idee dahinter so: "Lasst uns die Band zusammenstellen, die wir selbst nie auf der Bühne gesehen haben."

Simmons warnte außerdem, dass Musiker damit beginnen müssten, sich mit künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen. Auf die Frage, ob KI der Musikindustrie helfen oder schaden werde, antwortete er: "Das spielt keine Rolle. Die Zukunft ist da. Man muss lernen, sie zu nutzen, sonst wird sie einen selbst benutzen."

Für 2028 ist in Las Vegas eine KISS-Show mit digitalen Avataren geplant. Die Band hatte die digitalen Doppelgänger zuvor als Beginn einer "neuen Ära" bezeichnet. In das Projekt fließen Millionen. Bei einer Fragerunde in den Electric Lady Studios in New York hatte Simmons bereits von Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Dollar gesprochen. Damit solle das Projekt auf die nächste Stufe gehoben werden. Mit Blick auf die bahnbrechende ABBA-Show mit digitalen Avataren merkte der Rocker an: "Man kann nicht erkennen, ob sie wirklich dort sind, direkt vor einem, genau so."

Quelle: Bang Showbiz
Redaktionelle Verantwortung
Nicolas Berg

Redakteur für internationale Popkultur & Lifestyle

Analysiert für promi-deluxe.de die Entwicklungen in der amerikanischen und britischen Unterhaltungsindustrie. Durch seinen journalistischen Fokus auf internationale Popkultur, Hollywood-News und globale Award-Shows kuratiert und bereitet er die spannendsten Geschichten aus Übersee stilsicher für unsere Leser auf.

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