Jon Bon Jovi konnte während seiner Stimmprobleme nicht einmal 'Happy Birthday' singen
Jon Bon Jovi konnte während seiner Stimmprobleme nicht einmal 'Happy Birthday' singen.
Jon Bon Jovi konnte während seiner schweren Stimmprobleme nicht einmal das Geburtstagslied 'Happy Birthday' singen.
Der Frontmann der Rockband Bon Jovi hatte aufgrund einer Schädigung seiner Stimmbänder zeitweise seine Stimme verloren. 2022 musste er sich einer Operation unterziehen, auf die eine langwierige Rehabilitationsphase folgte. Erst dadurch sollte es ihm möglich werden, wieder auf der Bühne zu stehen. Nun hat der 64-Jährige offenbart, wie gravierend seine Probleme tatsächlich waren.
In der australischen Sendung 'A Current Affair' erklärte der Sänger, dass er während seiner langen Genesung zwar nie die Hoffnung aufgegeben habe, der Weg zurück sei jedoch weitaus schwieriger gewesen als erwartet. "Ich habe den Glauben nicht verloren. Aber hätte mein Arzt mir gesagt, dass es vier Jahre dauern würde, hätte ich vielleicht darüber nachgedacht, zu sagen: 'Es war großartig' – und seine Praxis zu verlassen", gestand Bon Jovi. Der Heilungsprozess habe sich quälend lange hingezogen. Zwar habe er Fortschritte bemerkt, doch diese seien nur in winzigen Schritten erfolgt. "Der Prozess war verdammt lang. Ich konnte die Fortschritte sehen, aber sie waren minimal. Es ging nur Zentimeter für Zentimeter voran. Ich konnte nicht einmal 'Happy Birthday' singen."
Rückblickend betonte Bon Jovi, dass er unter keinen Umständen bereit gewesen sei, bei seinen Auftritten Abstriche an der Qualität zu machen. Die vierjährige Genesungszeit sei notwendig gewesen, um seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. "Ich habe die Hölle durchgemacht, und ich hätte unser Vermächtnis nicht aufs Spiel setzen können und wollen", sagte er. "Ich hätte niemals auf die Bühne gehen und einfach das Mikrofon ins Publikum halten können, damit die Leute für mich singen. Seit rund 40 Jahren legen wir hohe Maßstäbe an uns selbst an. Mir ist es wichtig, dass wir unser Bestes geben können."
Dass es letztlich vier Jahre gedauert habe, bis er wieder auf Tour gehen konnte, sei auch seine eigene Entscheidung gewesen. Er habe sich nicht unter Druck setzen lassen wollen, zu früh zurückzukehren. "Ich habe erkannt, dass es vier Jahre gedauert hat. Diese vier Jahre habe ich selbst gebraucht. Ich bin nicht schon nach zwei Jahren auf Tour gegangen. Die Leute sagten: 'Das ist doch in Ordnung, lass uns loslegen.'" Der Sänger verwies dabei auch auf Konzertveranstalter Paul Dainty. Dieser könne bestätigen, wie oft bereits eine Tournee geplant gewesen sei, Bon Jovi dann aber doch abgesagt habe. "Fragt Paul Dainty, wie oft er eine Tournee bereits auf dem Papier gebucht hatte und ich gesagt habe: 'Nein, das geht nicht. Macht es einfach nicht.'" Erst nach vier Jahren habe er sich wieder bereit gefühlt: "Dann war ich an dem Punkt, an dem ich sagen konnte: 'Ja, jetzt bin ich bereit.'"
Inzwischen ist die Band mit ihrer 'Forever Tour' wieder live unterwegs. Im Sommer absolvierte sie eine Konzertreihe im Madison Square Garden in New York. Im September stand außerdem ein Auftritt im Londoner Wembley-Stadion auf dem Programm. Für 2027 sind weitere Konzerte in Großbritannien und Irland sowie Auftritte im Heimatstaat New Jersey geplant. Für Bon Jovi ist die Rückkehr auf die Bühne auch deshalb besonders emotional, weil er seine Stimme inzwischen wieder genießen kann, ohne bei jedem Ton über die richtige Technik nachdenken zu müssen. "Es ist einfach wunderbar, wieder singen zu können", erklärte er. "Ich kann tatsächlich singen, ohne ständig darüber nachzudenken, wie ich singe."
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