Tony Hadley verrät sein ungewöhnliches Ritual gegen Lampenfieber

Tony Hadley steht seit rund 50 Jahren auf der Bühne, doch selbst nach all dieser Zeit ist der frühere Spandau-Ballet-Frontmann vor seinen Auftritten noch nervös.

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Tony Hadley steht seit rund 50 Jahren auf der Bühne, doch selbst nach all dieser Zeit ist der frühere Spandau-Ballet-Frontmann vor seinen Auftritten noch nervös.

Inzwischen hat der 66-jährige Sänger allerdings ein Ritual entwickelt, mit dem er sich gemeinsam mit seiner Band auf die Konzerte einstimmt. Im exklusiven Gespräch mit 'BANG Showbiz' erinnerte sich Hadley daran, dass ihm als Teenager vor Auftritten vor Aufregung beinahe schlecht geworden sei. Heute seien es eher "Schmetterlinge im Bauch", die ihn kurz vor dem ersten Song begleiten.

"Das liegt daran, dass man so gut sein möchte, wie man nur kann", erklärte der Sänger gegenüber der Nachrichtenagentur. Er wolle schließlich, dass alles reibungslos funktioniere und das Publikum einen großartigen Abend erlebe. Sobald er die Bühne betrete und zu singen beginne, verschwinde die Anspannung jedoch fast vollständig. "Sobald ich meinen großen Mund aufmache, fühle ich mich wohl", scherzte Hadley. Das Gefühl sei dann "fast euphorisch".

Mit den Jahren habe er gelernt, die Nervosität nicht nur zu kontrollieren, sondern sogar als Teil des Auftritts zu genießen. Entscheidend sei vor allem, selbst Spaß an der Musik zu haben. "Wenn man selbst Spaß hat, sieht das auch das Publikum", sagte er. Sein größter Wunsch sei, dass die Zuschauer nach dem Konzert mit einem breiten Lächeln nach Hause gingen und sagten: "Oh, wow. Das war großartig!"

Um vor einem Konzert die richtige Stimmung zu finden, hat Hadley mit seiner 'Fabulous TH Band' ein festes Ritual entwickelt. Dazu gehört zunächst ein Besuch im nächstgelegenen Pub, wo die Musiker gemeinsam ein paar Bier trinken. Kurz vor dem Auftritt folgt dann ein besonderer Brauch, den die Band schlicht "99" nennt. "Das ist im Grunde ein Wodka-Shot", erklärte Hadley. Nachdem alle ihren Shot getrunken hätten, setzten sie sich den leeren Becher auf den Kopf. Anschließend erzähle jemand eine lustige Anekdote oder eine besonders absurde Geschichte, die sich im Laufe des Tages ereignet habe. Danach folgten ein gemeinsamer Spruch, Händeschütteln und der letzte Toilettenbesuch vor dem Gang auf die Bühne. Hadley stellte allerdings klar, dass es bei diesem Ritual nicht darum gehe, sich zu betrinken. "Keiner von uns geht betrunken auf die Bühne oder so", betonte er. Die Getränke würden lediglich helfen, die Nervosität etwas zu dämpfen.

Mindestens genauso wichtig wie das Ritual ist für Hadley die enge Freundschaft innerhalb seiner Band. Die Musiker kennen sich seit Langem und verbringen auch abseits der Bühne viel Zeit miteinander. "Wir sind alle Kumpels", sagte der 'Gold'-Interpret. Er kenne sowohl die Mitglieder seiner Stammband als auch die Musiker der Bläsersektion sehr gut. Entsprechend entspannt sei die Stimmung vor den Konzerten. Dass sich alle gut verstehen, ist auf Tournee auch aus praktischen Gründen wichtig. Schließlich teilen sich die Musiker einen Tourbus mit Schlafkojen. "Wir müssen uns auch mögen", scherzte Hadley.

Nach den Auftritten setzt sich die Band meist noch gemeinsam zusammen. Eine ausführliche Analyse jeder einzelnen Show gebe es dabei normalerweise nicht. Stattdessen überwiege die Freude über einen gelungenen Abend. "Um ehrlich zu sein, kommen wir normalerweise von der Bühne und sagen: 'Wow, das war brillant. Das war gut'", erzählte Hadley. Dass die Musiker mit einem Auftritt unzufrieden seien, komme äußerst selten vor. Er könne sich kaum daran erinnern, wann die Band zuletzt nach einem Konzert das Gefühl gehabt habe, dass etwas nicht richtig funktioniert habe. Dafür mache es allen zu viel Spaß, gemeinsam Musik zu spielen.

Quelle: Bang Showbiz
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Nicolas Berg

Redakteur für internationale Popkultur & Lifestyle

Analysiert für promi-deluxe.de die Entwicklungen in der amerikanischen und britischen Unterhaltungsindustrie. Durch seinen journalistischen Fokus auf internationale Popkultur, Hollywood-News und globale Award-Shows kuratiert und bereitet er die spannendsten Geschichten aus Übersee stilsicher für unsere Leser auf.

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