'Obsession'-Star Michael Johnston kündigt queeres Herzensprojekt an
'Obsession'-Star Michael Johnston kündigt queeres Herzensprojekt an.
Michael Johnston hat für die Zukunft eine ganz besondere Rolle in Aussicht.
Der 30-jährige Schauspieler, der offen schwul lebt, verriet, dass er bald in einer "unglaublich queeren" Geschichte zu sehen sein könnte. Nach seinem Durchbruch mit dem Überraschungserfolg 'Obsession' möchte Johnston seine neu gewonnene Freiheit nutzen, um bewusst Projekte auszuwählen, die ihm persönlich etwas bedeuten. Im Gespräch mit dem Magazin 'Attitude' kündigte der Schauspieler an: "In meiner Zukunft wird es eine wirklich unglaubliche queere Geschichte geben. Ich freue mich riesig darauf, sie zu spielen und meinen heißen Moment darin zu haben."
In 'Obsession', dem Horrorfilm von Curry Barker, verkörperte Johnston Baron "Bear" Bailey. Der unerwartete Erfolg des Films habe seine beruflichen Möglichkeiten deutlich erweitert. Johnston genieße es nun, nicht mehr jede Rolle annehmen zu müssen, sondern stärker selbst entscheiden zu können, welche Geschichten er erzählen möchte. Seine eigene Sexualität habe dabei auch mit seiner früheren Arbeit eine besondere Verbindung. Bereits in der Serie 'Teen Wolf' spielte Johnston die offen schwule Figur Corey Bryant. Außerdem war er in dem queeren Drama 'Slash' zu sehen. Damals, so erinnert sich der Schauspieler, habe er selbst noch nicht vollständig offen mit seiner Sexualität gelebt.
Rückblickend hätten ihm diese Rollen sogar dabei geholfen, sich selbst besser zu verstehen. "Diese Figuren so früh in meiner Karriere zu spielen, hat mir definitiv dabei geholfen, meine Sexualität anzunehmen und meine Sicht darauf zu verändern", erklärte Johnston. Früher habe er seine Homosexualität als Schwäche betrachtet. Heute sehe er darin eine Stärke: "Sie hat mich einfach empathischer gemacht." Genau diese Erfahrung möchte Johnston auch anderen Menschen ermöglichen. Als Jugendlicher habe er selbst nach Figuren gesucht, in denen er sich wiedererkennen konnte. "Wenn ich irgendwo eine schwule Figur gesehen habe, dachte ich: Wow, es gibt andere. Ich bin nicht allein." Sollte er mit einer Rolle künftig jemand anderem ein ähnliches Gefühl geben können, wäre das für ihn etwas Besonderes. "Wenn ich das für jemand anderen sein kann, wäre das unglaublich", sagte er.
Schon zuvor hatte Johnston im Podcast 'I've Never Said This Before' erklärt, dass er sich eine besonders authentische queere Rolle wünsche. Die sexuelle Orientierung einer Figur sei für ihn grundsätzlich nur ein Teil ihrer Persönlichkeit. "Es ist einfach ein weiterer Bestandteil dessen, wer sie ist – und genauso sehe ich das bei mir." Gleichzeitig habe seine Jugend im sogenannten Bible Belt der USA seine Erfahrungen geprägt. Als schwuler Junge aufzuwachsen, sei dort nicht immer einfach gewesen. Deshalb freue er sich darauf, irgendwann eine queere Geschichte zu erzählen, die bewusst und mit großer Bedeutung gestaltet sei. Die Möglichkeit, anderen Menschen Repräsentation zu bieten, sei etwas, auf das er sich "wirklich freue". Und Johnston hat bereits eine weitere Idee: "Vielleicht schreibe ich sie einfach selbst."
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