Nino de Angelo: So ist die Schlagerszene wirklich

Nino de Angelo verrät, wie die Schlagerszene wirklich ist.

vor 3 Stunden 2 Min Lesezeit 550 Aufrufe

Auf der Bühne wird gelächelt, vor laufenden Kameras werden Kollegen umarmt und gemeinsame Auftritte als Zeichen großer Verbundenheit gefeiert. Doch hinter den Kulissen der Schlagerbranche sieht es nach Ansicht von Nino de Angelo ganz anders aus.

Der Sänger hat im Podcast 'Wondermom' von Natascha Ochsenknecht offen über Konkurrenzdenken, Neid und eine Branche gesprochen, in der der schöne Schein nicht immer der Realität entspricht. Ob bei Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella: In großen Unterhaltungsshows präsentieren sich Schlagerstars häufig als eingeschworene Gemeinschaft. Für de Angelo ist dieses Bild allerdings trügerisch. "Ich denke, dass uns da eine heile Welt vorgespielt wird. In der Schlagerbranche geht es hinter verschlossenen Türen richtig zur Sache – nur eben nicht so offen, weil niemand seinem Image schaden möchte", erklärte er.

Viele Künstler seien darauf bedacht, nach außen möglichst sympathisch und makellos zu wirken. Er selbst habe jedoch nie verstanden, warum er sich für den Erfolg verstellen sollte. "Ich bin doch ein Mensch wie jeder andere. Warum soll ich etwas vorspielen, nur damit ich beim nächsten Mal wieder viele Platten verkaufe?", fragte der Interpret von 'Jenseits von Eden'. Wer dauerhaft eine Rolle spiele, riskiere dabei seine persönliche Gesundheit. "Daran sind schon viele Künstler, auch Schlagerkünstler, kaputtgegangen", warnte der Sänger. Als Beispiele führte er Rex Gildo und Roy Black an.

Auch persönlich habe de Angelo die Schattenseiten der Branche erlebt. "Ich hatte sehr viele Neider", berichtete er. Dass er trotz seines turbulenten Lebens erfolgreich gewesen sei, habe manchen Kollegen offenbar missfallen. Als seine Karriere schwieriger wurde, habe er statt Unterstützung häufig besserwisserische Kommentare gehört. Einige hätten ihm vorgehalten, sie selbst hätten mit seiner Stimme eine internationale Karriere gemacht. Besonders bitter sei für ihn gewesen, dass andere seinen unkonventionellen Lebensstil kritisierten, während er trotzdem Erfolge feierte. "Das hat mir natürlich auch wehgetan", gab der Sänger zu. Sein ernüchtertes Fazit: "Boah, ist das alles verlogen."

Quelle: Bang Showbiz
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Alexander von Walden

Leitender Redakteur Gesellschaft & Entertainment

Verantwortet als erfahrener Medien- und Entertainment-Journalist das tagesaktuelle Boulevard-Ressort auf promi-deluxe.de. Er widmet sich schwerpunktmäßig der europäischen Medienlandschaft und den Königshäusern, prüft eingehende Agenturmeldungen auf Relevanz und sichert die redaktionelle Qualität der täglichen News.

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