Michael Douglas wollte, dass Marvel seine Figur nach dem zweiten 'Ant-Man'-Film sterben lässt
Michael Douglas wollte, dass Marvel seine Figur nach dem zweiten 'Ant-Man'-Film sterben lässt.
Michael Douglas wollte sich nach seinem zweiten 'Ant-Man'-Film eigentlich aus dem Marvel Cinematic Universe verabschieden – und zwar mit einem spektakulären Serientod. Doch Marvel machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
Der inzwischen 82-jährige Schauspieler verkörpert Hank Pym, einen ehemaligen S.H.I.E.L.D.-Agenten und den ursprünglichen Ant-Man, seit dem ersten Film aus dem Jahr 2015. Anschließend kehrte er für 'Ant-Man and the Wasp' (2018), 'Avengers: Endgame' (2019) und 'Ant-Man and the Wasp: Quantumania' (2023) in seine Rolle zurück. Im Podcast 'Happy Sad Confused' verriet Douglas: "Eigentlich wollte ich nach dem zweiten Film sterben, aber sie haben mich nicht gelassen."
Dabei hatte der Hollywood-Veteran ursprünglich vor allem aus Neugier zugesagt. Er wollte unbedingt einmal an einem Film mit umfangreichen computergenerierten Effekten mitwirken und herausfinden, wie die Arbeit vor dem Greenscreen funktioniert. "Ich sagte: 'Ich habe noch nie einen Greenscreen-Film gedreht'", erinnerte er sich. "Ich habe all meinen Agenten gesagt: 'Ich würde gern einmal bei einem dieser Greenscreen-Filme mitmachen, um zu sehen, wie das ist.' Das ist doch faszinierend." Weiter erklärte er: "Da ist zunächst nichts außer einer grünen Leinwand. Dann zeigen sie dir Bilder davon, wie alles aussehen wird, wenn der Film fertig ist." Nach seiner ersten Rolle im Marvel-Universum sei ihm allerdings schnell klar geworden, dass diese Art des Schauspielens ihre Tücken hat. "Das ist schon schwierig, wenn einem ständig Dinge von hier und dort entgegenkommen", erklärte Douglas.
Rückblickend scherzte er, dass er wohl besser das Kleingedruckte in seinem Vertrag hätte lesen sollen. Gleichzeitig fand er lobende Worte für seinen Kollegen Paul Rudd, der in den Filmen Scott Lang alias Ant-Man spielt. Rudd sei "ein wunderbarer Schauspieler" gewesen, und auch der Rest der Besetzung sei "wunderbar" gewesen. Doch Douglas brachte das Problem auf den Punkt: "Aber dann kommt man da nicht mehr raus." Neben seinen Auftritten in den Realfilmen lieh der Schauspieler Hank Pym auch in mehreren Folgen der animierten Disney+-Serie 'What If...?' seine Stimme. Die Episoden mit seiner Beteiligung erschienen zwischen 2021 und 2023.
Schon 2024 hatte Douglas verraten, dass er sich für seine Figur einen spektakulären Abschied gewünscht hatte. In der US-Talkshow 'The View' erklärte er, dass er Marvel bereits für den dritten 'Ant-Man'-Film einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet habe. "Es war tatsächlich mein Wunsch, im dritten Film getötet zu werden", sagte er. "Ich wollte einen richtigen, dramatischen Tod, mit all diesen großartigen Spezialeffekten." Seine Vorstellung davon war ziemlich konkret: "Es muss doch irgendeine fantastische Möglichkeit geben, wie ich auf Ameisengröße schrumpfen und dann explodieren kann oder so etwas. Ich wollte all diese Effekte nutzen." Marvel ließ Hank Pym allerdings weiterleben – zumindest vorerst.
Bereits 2023 hatte der Schauspieler zugegeben, dass er sich im immer komplexer werdenden Marvel-Universum gelegentlich noch immer vorsichtig nach bestimmten Zusammenhängen erkundigen müsse. Im Gespräch mit 'Digital Spy' erzählte Douglas: "Beim ersten Film wusste ich überhaupt nichts. Als Kind war ich kein großer Comic-Fan." Er habe die Welt von Marvel nicht gekannt, weshalb man ihm zunächst eine ganze Reihe von Comics geschickt habe, damit er sich mit dem Universum vertraut machen konnte. "Ich hatte überhaupt keine Ahnung von diesem Universum. Und selbst heute muss ich manchmal ganz vorsichtig nachfragen, weil ich nicht wie ein Idiot dastehen möchte", gestand er. Inzwischen sei die Handlung noch komplizierter geworden. Als Beispiel nannte Douglas den Bösewicht Kang, der in 'Ant-Man and the Wasp: Quantumania' eine zentrale Rolle spielt. "Kang, unser ultimativer Bösewicht in 'Ant-Man: Quantumania', soll schließlich in vielen verschiedenen Marvel-Filmen auftauchen", erklärte der Schauspieler. Ob Hank Pym irgendwann doch noch den von Douglas gewünschten spektakulären Leinwandtod erleben wird, bleibt damit offen.
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