König Charles war bei den Proben für seine Krönung 'unglaublich gelangweilt'
König Charles war bei den Proben für seine Krönung "unglaublich gelangweilt" und bekam erst wieder gute Laune, als ihn sein Enkel Prinz Louis besuchte. Das verriet die ehemalige britische Abgeordnete Dame Penny Mordaunt.
König Charles war laut Dame Penny Mordaunt bei den Proben für seine Krönung "unglaublich gelangweilt".
Der britische Monarch hatte sich wochenlang auf die Zeremonie am 6. Mai 2023 vorbereitet. Irgendwann hatte er jedoch "genug" und schaltete zunehmend ab. Aufheitern konnte ihn schließlich sein Enkel Prinz Louis, der zum Zeitpunkt der Krönung seines Großvaters fünf Jahre alt war.
Mordaunt, die damals in ihrer Funktion als Lord President of the Privy Council an der Krönung beteiligt war, gewährte bei einem Auftritt auf dem Cheltenham Literature Festival Einblicke in die Ereignisse hinter den Kulissen. "Am Donnerstag zuvor hatten wir die Generalproben in Kostümen, und der König war unglaublich gelangweilt", erzählte die ehemalige Abgeordnete. "Er hatte bereits zwei Wochen lang geübt und hatte genug davon. Ich beobachtete, wie sein Blick auf dem Krönungsstuhl immer glasiger wurde."
Als Prinz Louis auftauchte, sei Charles plötzlich wieder hellwach gewesen. "Die Probe wurde unterbrochen, damit Charles Prinz Louis die gesamten Kronjuwelen zeigen konnte. Das ist eine Erinnerung, die ich für immer in Ehren halten werde", schilderte Mordaunt. Während der Krönung trug die britische Politikerin das mit Juwelen besetzte Opferungsschwert – ein Zeremonialschwert aus dem 17. Jahrhundert, das mit Diamanten, Rubinen, Smaragden und Saphiren verziert ist –, bevor sie es Charles überreichte.
Doch hinter den Kulissen hatte Mordaunt vor dem offiziellen Beginn der Zeremonie in der Londoner Westminster Abbey mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: der langen Wartezeit. Kurzerhand zog sie ihre High Heels aus. "Und so stand ich in diesem fantastischen Haute-Couture-Kleid mit diesen riesigen, flauschigen Hausschuhen da, umgeben von den Wappenkönigen und Herolden, die ihre Gewänder mit Fruchtbonbons der Marke Fruit Pastilles vollgestopft hatten", berichtete sie. "Gleichzeitig hatte ich die schreckliche Vorstellung, dass ich vergessen könnte, meine Schuhe wieder anzuziehen."
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