Drake Bell kritisiert Nickelodeon: Keine Wiederholungshonorare für 'Drake Josh' erhalten

Drake Bell behauptet, für 'Drake Josh' keine Wiederholungshonorare erhalten zu haben.

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Drake Bell behauptet, für 'Drake Josh' keine Wiederholungshonorare erhalten zu haben.

Der 40-jährige Schauspieler, der von 2004 bis 2007 gemeinsam mit Josh Peck (39) in der Nickelodeon-Sitcom mitspielte, erklärte, sein Vertrag habe lediglich eine wöchentliche Bezahlung vorgesehen, aber keine weiteren Vergütungen für spätere Wiederholungen.

In einem Video mit dem YouTuber N3on sagte er: "Man bekommt einen wöchentlichen Scheck, und das war's. Das war alles. Leider gibt es keine Wiederholungshonorare und solche Sachen." Als N3on fragte, ob das normal sei, verneinte Bell. Auf die anschließende Frage nach dem Grund scherzte er: "Weil Nickelodeon scheiße ist. Oh, darf ich das nicht sagen?" Bell erklärte, dass Wiederholungshonorare von den jeweiligen Verträgen abhingen und junge Schauspieler zu Beginn ihrer Karriere häufig unter Druck stünden, schnell zu unterschreiben. Wer einen Vertrag ablehne, könne leicht durch das nächste Kind ersetzt werden, das gerade mit dem Greyhound-Bus angekommen sei. Allerdings räumte er ein, dass seine Karriere auch positive Seiten habe. Sie ermögliche ihm, Dinge zu tun, die er liebe, öffne Türen und habe ihm eine treue Fangemeinde beschert.

Drake, der vor 'Drake Josh' auch in Nickelodeons 'The Amanda Show' auftrat, hatte den Sender bereits früher dafür kritisiert, Kinderstars angeblich keine Wiederholungshonorare zu zahlen. Im Juli 2025 erhob er im 'Unplanned Podcast' schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. "Da gibt es viele böse, korrupte Menschen. Das ist der einzige Grund, das ist die Antwort. Es gibt keine andere Erklärung", erklärte er. Der Schauspieler warf dem Sender vor, junge Darsteller psychisch und emotional zu belasten und sie anschließend sich selbst zu überlassen. Während ihre früheren Serien weiterhin auf mehreren Sendern liefen und auf Streamingplattformen erfolgreich seien, müssten sie sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Miete bezahlen könnten. Bell verwies dabei auf Serienmarathons im Fernsehen und darauf, dass Netflix 'Drake Josh' übernommen habe und die Serie dort zu den zehn beliebtesten Titeln gehöre.

Er verglich den Umgang des Studios mit "Kinderarbeit" und kritisierte die mangelnde Kontrolle, die junge Darsteller über ihre Verträge hätten. Viele Menschen verstünden nicht, wie das Geschäft wirtschaftlich funktioniere, sondern sähen lediglich den Glanz und Glamour Hollywoods in den sozialen Medien. "Dieser Konzern verdient mit uns Milliarden, und wir bekommen unseren Lohn für die jeweilige Arbeitswoche", beklagte Bell. Danach gebe es keine weiteren Zahlungen, obwohl die Produktionen dauerhaft verwertet würden. Die Verträge seien entsprechend weitreichend formuliert und gälten seiner Darstellung nach praktisch für immer.

Auch Josh Peck hat sich inzwischen zu dem Thema geäußert und Bells Aussagen unterstützt. Anfang dieses Jahres erklärte er im Podcast 'Financial Tea with Mrs. Dow Jones', dass sie für 'Drake Josh' insgesamt etwa 60 Folgen gedreht hätten. Die durchschnittliche Gage habe bei rund 15.000 Dollar pro Episode gelegen, was über vier Jahre hinweg ungefähr 900.000 Dollar ergeben habe. Nach Abzug der Provisionen für Agenten und Manager sowie der Steuern sei davon jedoch nur etwa die Hälfte übrig geblieben. "Wir verdienten ungefähr 125.000 Dollar im Jahr", erklärte Peck. Zumindest im Kinderfernsehen habe es damals keine Wiederholungshonorare gegeben. "Als die letzte Folge abgedreht war, war für uns Schluss."

Quelle: Bang Showbiz
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Alexander von Walden

Leitender Redakteur Gesellschaft & Entertainment

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