Daisy Edgar-Jones berichtet von Hörproblemen nach den Dreharbeiten zu 'Twisters'
Daisy Edgar-Jones hat verraten, dass die Dreharbeiten zum Katastrophenfilm 'Twisters' offenbar bleibende Auswirkungen auf ihr Gehör hatten.
Daisy Edgar-Jones hat verraten, dass die Dreharbeiten zum Katastrophenfilm 'Twisters' offenbar bleibende Auswirkungen auf ihr Gehör hatten.
Die 28-jährige Schauspielerin erklärte, dass sie seit der Produktion auf ihrem linken Ohr etwas schlechter höre. In dem Film, der als eigenständige Fortsetzung des Klassikers 'Twister' von 1996 entstand, spielt Edgar-Jones eine ehemalige Sturmjägerin. Gemeinsam mit ihren Kollegen gerät ihre Figur immer wieder in gefährliche Situationen rund um gewaltige Tornados.
Für die aufwendigen Actionszenen kamen große Windmaschinen, künstlicher Regen und zahlreiche umherfliegende Gegenstände zum Einsatz. Diese Bedingungen waren für die Schauspieler offenbar körperlich äußerst anstrengend. Bei einem Auftritt im Podcast 'Therapuss' sprach Edgar-Jones nun über die möglichen Folgen. "Ich glaube, ich bin auf meinem linken Ohr immer noch leicht schwerhörig", erklärte sie. Während der Dreharbeiten seien Wind und Trümmerteile häufig aus einem ungünstigen Winkel von links auf sie getroffen. Die Produktion sei insgesamt ausgesprochen stürmisch gewesen, erinnerte sie sich.
Besonders kurios fand Edgar-Jones, dass das Filmteam in Oklahoma regelmäßig mit tatsächlichen Unwettern zu kämpfen hatte. Die Dreharbeiten mussten demnach mehrfach unterbrochen werden, weil echte Stürme aufzogen. Sobald sich das Wetter beruhigt hatte, stellte das Team die extremen Bedingungen für die Filmszenen künstlich wieder her. "Das war schon ziemlich ironisch", erzählte die Schauspielerin. Erst habe man wegen eines echten Sturms pausieren müssen, um anschließend einen künstlichen Sturm zu erzeugen. "Es war eine verrückte Erfahrung", fasste sie die Dreharbeiten zusammen.
Trotz der körperlichen Belastung blickt Edgar-Jones grundsätzlich positiv auf die Produktion zurück. Bereits in einem früheren Interview mit 'The Hollywood Reporter' hatte sie erklärt, dass die Arbeit an 'Twisters' ihre Begeisterung für Actionszenen geweckt habe. "Der Film war unglaublich stuntlastig, und ich hatte vorher noch nie wirklich richtige Stunts gemacht", sagte sie damals. Anfangs sei sie vor allem neugierig gewesen, wie die aufwendigen Sequenzen technisch umgesetzt würden. Während der Dreharbeiten habe sie dann zunehmend Gefallen an der körperlichen Herausforderung gefunden. "Inzwischen bin ich ein bisschen süchtig danach geworden. Mich hat das Stuntfieber gepackt", erklärte sie.
Edgar-Jones betonte, dass die Stuntabteilung bei der Produktion hervorragende Arbeit geleistet habe.
Die Spezialisten hätten den Schauspielern geholfen, sich möglichst vollständig auf die intensiven Szenen einzulassen. Gleichzeitig hätten sie darauf geachtet, dass alle Beteiligten unter den schwierigen Bedingungen möglichst sicher arbeiten konnten. Bei vielen Einstellungen seien die Darsteller von Wind, Regen und herumwirbelnden Gegenständen regelrecht durchgeschüttelt worden. Gerade diese körperliche Intensität habe die Dreharbeiten jedoch zu einer besonderen Erfahrung gemacht. "Es hat unglaublich viel Spaß gemacht", sagte Edgar-Jones. Das Team sei phänomenal gewesen und habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die anspruchsvollen Szenen umgesetzt werden konnten.
Für ihre neueste Filmrolle musste sich Edgar-Jones dagegen auf deutlich ruhigere Dreharbeiten einstellen. Die Schauspielerin verkörpert Elinor Dashwood in einer neuen Verfilmung von Jane Austens Roman 'Sense and Sensibility', der im Deutschen unter dem Titel 'Verstand und Gefühl' bekannt ist. Regie führt Georgia Oakley, die den Literaturklassiker für ein modernes Publikum neu interpretiert. Edgar-Jones tritt damit in die Fußstapfen von Emma Thompson, die Elinor bereits in Ang Lees gefeierter Verfilmung von 1995 gespielt hatte. Damals war Kate Winslet als ihre Schwester Marianne Dashwood zu sehen.
Für Edgar-Jones besitzt diese frühere Adaption einen besonderen Stellenwert. "Die Version von 1995 ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme", erklärte sie gegenüber der britischen 'Vogue'. Gerade deshalb habe sie es spannend gefunden, gemeinsam mit Oakley zu überlegen, wie sich die bekannte Geschichte für eine neue Generation erzählen lasse.
Nach Ansicht der Schauspielerin unterscheidet sich die neue Verfilmung deutlich von früheren Fassungen. "Diese Version fühlt sich modern und unverwechselbar an", sagte Edgar-Jones.
Regisseurin Oakley habe besonderen Wert darauf gelegt, auch die Wut und die leidenschaftlichen Gefühle der beiden jungen Frauen sichtbar zu machen. Während Marianne ihre Emotionen meist offen zeige, wirke Elinor nach außen deutlich gefasster und kontrollierter. Das bedeute allerdings nicht, dass sie weniger intensiv empfinde. "Elinor ist gefasster und beherrschter als Marianne, aber auch sie empfindet die Dinge sehr intensiv", erklärte Edgar-Jones. Der Unterschied liege vor allem darin, dass Elinor gelernt habe, ihre Gefühle zu zügeln.
Nach den turbulenten Dreharbeiten zu 'Twisters' bietet ihr die Literaturverfilmung damit eine völlig andere schauspielerische Herausforderung. Statt gegen künstliche Tornados anzukämpfen, steht nun die emotionale Innenwelt einer jungen Frau im Mittelpunkt.
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