Bruce Willis gab Ben Affleck einen ungewöhnlichen Karrieretipp: 'Deine Stimme ist zu hoch'
Ben Affleck hat eine amüsante Erinnerung an seinen früheren Kollegen Bruce Willis geteilt.
Ben Affleck hat eine amüsante Erinnerung an seinen früheren Kollegen Bruce Willis geteilt.
Der Schauspieler verriet, dass ihm der 'Stirb langsam'-Star einst geraten habe, seine Stimme zu verändern, wenn er in Hollywood erfolgreich werden wolle. Die beiden standen 1998 für den Katastrophenfilm 'Armageddon' gemeinsam vor der Kamera. Während Willis damals bereits zu den größten Actionstars der Welt gehörte, befand sich Affleck noch am Anfang seiner Karriere als international bekannter Hauptdarsteller.
Bei einem Auftritt im Podcast 'Happy Sad Confused' erinnerte sich Affleck nun daran, dass Willis ihm während der Dreharbeiten mehrere gut gemeinte Ratschläge gegeben habe. Einer davon betraf seine natürliche Sprechweise. "Bruce Willis drehte sich einmal zu mir um und sagte: 'Deine Stimme ist zu hoch'", erzählte Affleck. Als er verwundert nachfragte, habe Willis ihm erklärt, er solle nicht mit einer derart hohen Stimme sprechen. Affleck habe darauf hingewiesen, dass es sich nun einmal um seine natürliche Stimme handle. Willis sei dennoch überzeugt gewesen, ihm einen wertvollen Tipp zu geben. Er habe schließlich nur helfen wollen.
Affleck nahm den Ratschlag allerdings nicht an. Rückblickend erzählt er die Geschichte mit großer Zuneigung für seinen ehemaligen Kollegen. "Er ist der liebste Mensch auf der Welt. Ich liebe Bruce, und er wollte mir wirklich einen guten Tipp geben", sagte Affleck.
Die Stimme war nicht das einzige Thema, bei dem Affleck den Rat des erfahreneren Schauspielers ignorierte. Willis soll ihm damals auch davon abgeraten haben, in der romantischen Komödie 'Shakespeare in Love' mitzuspielen, die ebenfalls 1998 veröffentlicht wurde. "Mann, mach diesen Shakespeare-Film nicht", habe Willis zu ihm gesagt. Affleck entschied sich trotzdem für das Projekt. Im Nachhinein erwies sich das als gute Entscheidung, denn 'Shakespeare in Love' wurde ein großer Erfolg und gewann insgesamt sieben Oscars, darunter die Auszeichnung als bester Film. "Da lag er falsch", stellte Affleck lachend fest. Fairerweise müsse man allerdings erwähnen, dass Willis das Drehbuch gar nicht gelesen habe. Die Anekdoten zeigen, wie sehr sich die beiden Schauspieler trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten schätzten. Affleck betonte, dass Willis ihm stets mit guten Absichten zur Seite gestanden habe.
In dem Podcast sprach Affleck auch über die aktuelle Lage der Filmindustrie. Besonders die negativen Reaktionen auf Tom Cruises Film 'Digger' bereiten ihm Sorgen. Die Produktion blieb trotz ihres hohen Budgets hinter den Erwartungen an den Kinokassen zurück. Affleck kritisierte jedoch, dass der kommerzielle Misserfolg im Internet regelrecht gefeiert werde. Seiner Ansicht nach beteiligen sich an solchen Diskussionen häufig auch Menschen, die den betreffenden Film überhaupt nicht gesehen haben. "Es erinnert ein bisschen an Mobbing in der Highschool", erklärte er. Viele würden sich an der öffentlichen Häme beteiligen, ohne sich ernsthaft mit dem Werk auseinanderzusetzen. Gerade bei 'Digger' finde er diese Reaktionen problematisch. Der Film sei ein ambitioniertes Projekt, an dem interessante und talentierte Menschen gearbeitet hätten. Statt über dessen künstlerische Qualitäten zu sprechen, konzentriere sich die öffentliche Diskussion fast ausschließlich auf die finanziellen Verluste.
Affleck befürchtet, dass die Schadenfreude über kommerzielle Misserfolge langfristig negative Folgen für Hollywood haben könnte. Wenn Filmstudios den Eindruck gewinnen, dass ungewöhnliche und riskante Produktionen bei einem Misserfolg besonders hart abgestraft werden, könnten sie künftig noch vorsichtiger werden. Das Ergebnis wären seiner Ansicht nach immer mehr austauschbare Filme, die nach denselben bewährten Mustern entstehen. "Wenn man Filme bestraft, die Risiken eingehen, was glaubt ihr dann, was ihr am Ende bekommt? Einen Haufen beschissener, gleichförmiger Filme", warnte er.
Verantwortet als erfahrener Medien- und Entertainment-Journalist das tagesaktuelle Boulevard-Ressort auf promi-deluxe.de. Er widmet sich schwerpunktmäßig der europäischen Medienlandschaft und den Königshäusern, prüft eingehende Agenturmeldungen auf Relevanz und sichert die redaktionelle Qualität der täglichen News.
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